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Verfasst von: Admin am 25.11.2005, 15:33 Uhr
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Lawinengefahr in den bayerischen Alpen - Stufe 3 in einzelnen Gebieten
Nach den ergiebigen Neuschneefällen ist vor allem in den Nordostalpen in höherern Lagen vermehrt auf Triebschneeansammlungen zu achten, die oft nicht gut mit dem Altschnee verbunden sind. Schneebretter können in Rinnen und Mulden sowie in Kammnähe bereits von einem einzelnen Bergsportler ausgelöst werden.
Der DAV schätzt die Lawinengefahr deshalb in höheren Lagen auf Stufe 3 ein.

Die Lawinenwarndienste haben leider ihre Arbeit bisher nur zum Teil aufgenommen, so dass noch keine oder nur unvollständige Lageberichte vorliegen.
Gespür für Schnee
Gerade nach einem so langen und sonnigen Herbst fällt es schwer, sich auf die veränderten Bedingungen im winterlichen Gebirge einzustellen, man muss erst wieder ein "Gespür für den Schnee" entwickeln. In den Meldungen und Lageberichten ist die Rede von Lawinenkegel oder Schneebrettern, Gefahrenstufen und vielen weiteren Fachausdrücken. Im folgenden kann man die wichtigsten Informationen rund um das Thema Lawinen nochmals nachlesen.
Die seltene Katastrophenlawine und das heimtückische Schneebrett
Die „Großschadenslawine“ gibt es nur bei extremen Bedingungen und sie ist gut berechenbar. Schneebretter dagegen lauern an vielen Tiefschneehängen und können von einzelnen Skifahrern jederzeit ausgelöst werden. Bereits ein kleines Schneebrett hat in etwa eine Masse von sieben LKW-Ladungen. Vergangenes Jahr starben in den Alpen 60 Menschen in einer Lawine – fast alle waren Wintersportler.
Es sind also nicht „medienwirksame“ Katastrophenlawinen, von denen Wintersportler bedroht sind, sondern eher harmlos wirkende Schneebretter.

Risiko im Gebirge
Wer im winterlichen Hochgebirge unterwegs ist, setzt sich immer einem gewissen Risiko aus. Alle Methoden der Bergführer und alpinen Verbände haben zum Ziel, dieses Risiko möglichst zu minimieren. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass es eine absolute Sicherheit im Gebirge nicht gibt – man kann nur den Grad der Sicherheit erhöhen.
Lawinengefahr: Beurteilen und Handeln!
Das Lehrteam des DAV hat in den vergangenen Jahren Strategien entwickelt, mit denen ein risikobewusstes Verhalten der Wintersportler erreicht werden kann. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom „Umgang mit unsicherem Wissen“.
Da eine exakte Beurteilung der konkreten Situation vor Ort nicht möglich ist, stellt man dem Wintersportler einfache Regeln zur Verfügung, die ihm bei der Entscheidungsfindung – weitergehen, Route ändern oder umdrehen – helfen sollen. Die bereits im Jahr 2000 vom DAV entwickelte SnowCard ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel. Auf Basis des Lawinenlageberichtes kann mit ihr das Risikopotenzial der geplanten Tour relativ einfach beurteilt werden.
Ausbildungsangebote im DAV
Der Deutsche Alpenverein e.V. bietet Bergsportlern mehrere Möglichkeiten, fit für die Herausforderungen des winterlichen Gebirges zu werden.
Als DAV-Mitglied kann man in den 357 über das gesamte Bundesgebiet verteilten Sektionen Kurse zur Beurteilung der Lawinengefahr, zum Skitourengehen, Skifahren und Schneeschuhgehen besuchen. Zentraler Bestandteil all dieser Veranstaltungen ist die Vermeidung von Lawinengefahr und - für den „Ernstfall“ - die Ortung und Bergung von Verschütteten.

Des weiteren können solche Kurse beim DAV Summit Club gebucht werden. Auch die Bergsteigerschule des DAV vermittelt in ihrem Winterprogramm alles Wissenswerte rund um den sicheren Wintersport in den Bergen. In der Wintersaison 2004/2005 haben Interessenten die Wahl zwischen insgesamt rund 90 Veranstaltungen in den Alpen.
Darüber hinaus gibt der DAV eine Reihe von Drucksachen zum sicheren Bergsport heraus. So enthält der 2003 erschienene „Tourenplanungs-Comic“ Tiefschnee TopInfo eine genaue „Anleitung“ zur richtigen Planung und Durchführung einer Skitour.
Quelle: Alpenverein.de
Links: Lawinenwarndienste
Übersicht Lawinenseminare Winter 2005/2006 bei Expeditionsbergsteigen.com
Übersicht zu Lawinensicherheitsausrüstung und Skitourenausrüstung bei Bergsteiger-Channel.de
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